Bernd Schwartz – Ihr Bürgermeisterkandidat für Donzdorf

Rede zur Kandidatenvorstellung in Winzingen

Veröffentlicht am 13. April 2026 |

Hier können Sie meine Rede anlässlich der Kandidatenvorstellung am 13. April 2026 in Donzdorf-Winzingen, Heldenberghalle nachlesen …

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Seimetz, liebe Winzinger Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste aus Donzdorf, Reichenbach und den Weilern, stellvertretend für alle hier in Winzingen ehrenamtlichen Aktiven grüße ich Ihren Ortsvorsteher Markus Dannenmann,

ich freue mich, dass ich heute Abend die Gelegenheit habe mich Ihnen persönlich vorzustellen. Das letzte Mal als ich in der vollbesetzten Heldenberghalle war, war bei der Prunksitzung der Holzbrockeler.

Ich möchte offen zu Ihnen sein, liebe Winzingerinnen und Winzinger, Noch vor einem halben Jahr war Ihre Ortschaft für mich ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt. In den letzten Wochen und Monaten sind auf dieses Blatt oder besser diese Blätter viele, viele Zeilen geschrieben worden.

Sie konnten mich beim Verteilen meines Vorstellungsflyers und im direkten Gespräch an der Haustüre kennenlernen und ich durfte von Ihnen viel über Winzingen und die für Sie wichtigen Themen erfahren.

  • Wir haben gemeinsam Fasnet gefeiert,
  • saßen bei Kaffee und Kuchen im katholischen Gemeindehaus zusammen,
  • Sie waren mit mir auf Rundgang durch Ihren Ortsteil,
  • wir haben Schülergottesdienst zu Beginn der Osterferien gefeiert,
  • haben die Mannschaften der Handballspielgemeinschaft WiWiDo in der Lautertalhalle angefeuert,
  • sind donnerstags auf dem Winzinger Wochenmarkt ins Gespräch gekommen und
  • ich habe die reizvolle Landschaft auf der Heldenbergrunde mit meiner Familie erwandert.

Bei den Sitzungen des Ortschaftsrates Winzingen habe ich einen Einblick in die Themen des Ortsteils erhalten. Und an dieser Stelle möchte ich sagen, und dass sei mir als ehemaliger Ortsvorsteher gestattet, dass ich vor dem ehrenamtlichen Engagement und dem Gestaltungswillen von Ortsvorsteher und Ortschaftsrat großen Respekt habe und dies unsere Anerkennung verdient. Liebe Winzinger Bürgerinnen und Bürger: Sie sind durch Ihren Ortsvorsteher und den Ortschaftsrat bestens vertreten!

Doch nun zu mir: Wer bin ich und was tue ich bisher:

Mein Name ist Bernd Schwartz Ich bin 40 Jahre alt, habe ein 7-jährige Tochter und wohne und arbeite in Nürtingen. Ich bin in Nürtingen geboren, im Nachbarort Wolfschlugen aufgewachsen und war dort bis zur B-Jugend bei den „Hexenbannern“ aktiver Handball-Spieler. Nach meinem Abitur in Nürtingen habe ich an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg studiert und als Diplom-Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen.

Erste berufliche Erfahrungen habe ich im Landratsamt Esslingen als Tourismusförderer gesammelt.

2011 habe ich die Chance ergriffen und mich bei der Stadt Nürtingen als hauptamtlicher Ortsvorsteher der Ortsteile Hardt und Neckarhausen beworben, vier Jahre später habe ich noch zusätzlich den Ortsteil Reudern übernommen. Somit war ich nicht nur für rund 7.600 Bürgerinnen und Bürger unmittelbarer Ansprechpartner, sondern auch Bindeglied zwischen Ortschaftsverwaltung und Ortschaftsrat, zwischen Oberbürgermeister, Stadtverwaltung und Gemeinderat, zwischen Kirchengemeinden, Vereinen, Schulen und Kindergärten sowie dem ortsansässigen Gewerbe.

Diese knapp 10 Jahre haben mich geprägt. Nahezu alle kommunalen Themen und Fragestellungen sind mir in dieser Zeit begegnet. Ich habe das Ehrenamt in Vereinen, Organisationen und anderen Institutionen wertschätzen gelernt und ich habe ein offenes Ohr für die Belange der Bürgerschaft entwickelt. Aus dieser Zeit, liebe Winzinger Bürgerinnen und Bürger, habe ich zu vielen grundsätzliche Themen, die Sie heute bewegen, bereits eigene Erfahrungswerte, die ich als Bürgermeister gerne einbringen möchte.

Und heute bzw. seit August 2020 leite ich das Amt für Liegenschaften, Wirtschaftsförderung und Bürgerbeteiligung, ein Amt welches direkt dem Oberbürgermeister der Stadt Nürtingen zugeordnet ist. Zum 01. Januar 2025 habe ich zusätzlich noch die Geschäftsführung des Eigenbetriebs „Stadtentwicklung Nürtingen“ übernommen. Mein rund 20-köpfiges Team besteht aus Forstwirten, Immobilienkaufleuten, Betriebs- und Volkswirten, Architekten und Handwerken sowie klassischen Verwaltungsberufen.

Gemeinsam kümmern wir uns um strategische Grundstückspolitik, um die Entwicklung von Wohn- und Gewerbebauland, um die Bewirtschaftung von 1.300 Hektar Wald sowie um die Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen. Wir kümmern uns ganzheitlich um die lokale Wirtschaft und dazu zählt auch die Landwirtschaft, nicht nur Handel, Handwerk und Gewerbe. Wir denken Bürgerbeteiligung bei der Stadtentwicklung frühzeitig mit, wir verwalten rund 150 städtische Wohnungen und bringen den bezahlbaren, geförderten Wohnungsbau mit eigenen Bauvorhaben voran.

Doch noch entscheidender, wie die Frage nach dem was ich bisher tue, ist für Sie vielleicht die Frage wie ich arbeite. Diese Frage möchte ich gerne mit einem Vergleich beantworten.

Vielleicht kennen Sie das Gesellschaftsspiel „Dorfromantik“ – übrigens „Spiel des Jahres 2023“. Das besondere an diesem Spiel ist, dass man nicht gegen seine Mitspieler spielt, sondern gemeinsam mit allen an unterschiedlichen Aufträgen arbeitet und so gemeinsam an der Entwicklung des Dorfes und damit des Gemeinwesens beteiligt ist.

Seit dem Start meiner Bewerbungen Anfang Februar habe ich versucht, Sie liebe Bürgerinnen und Bürger, als mögliche Mitspieler kennenzulernen. Seien es Gemeinde- und Ortschaftsräte, die Vertreter von Kirchen, Schulen, Feuerwehr und Vereinen. Seien es Landwirte, Handwerker, Einzelhändler in der Stadtmitte oder Unternehmer im Gewerbegebiet. Sie alle sind Mitspieler und können gemeinsamen zum Erfolg des Dorfes – unserer Stadt Donzdorf – beitragen. Und dabei ist es nachranging, in welcher Rolle Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, aktiv sind, ob im Jugendbeirat, im Stadtseniorenrat oder auch punktuell bei Aktionen wieder der Stadtputzete.

Gemeinsam haben die Mitspieler Aufträge abzuarbeiten, z.B. aus dem Bereich Stadtentwicklung (rote Häuser), Infrastruktur (Schiene) und Natur (Wald). Dabei bespricht man gemeinsam die beste Strategie und macht sich Gedanken, in welche Richtung die Entwicklung, auch mittel- und langfristig gehen soll.

Hier bei Ihnen in Winzingen heißen diesen Arbeitsaufträge

  • Umgestaltung und Aufwertung des Außenbereichs der Grundschule,
  • Sanierung des nebenliegenden Sportplatzes,
  • Verbesserung der Nahversorgung,
  • Bereitstellung von Bauland und
  • Ausbau des Glasfasernetzes für Schnelles Internet.

Die Liste möglichen Aufträge und übertragen auf Donzdorf möglicher Aufgaben und Projekte ist deutlich umfangreicher. Dazu habe ich in meinem bzw. in unserem Wahlprogramm, welches Sie alle in den Briefkästen hatten und heute auch ausliegt, konkrete Ausführungen gemacht und Schwerpunkte gesetzt.

Mir ist bewusst, dass Kommunalpolitik und das Amt des Bürgermeisters kein Spiel ist. Im Gegenteil: Ich habe großen Respekt vor dem Amt und den Herausforderungen. An dem Beispiel mit dem Spiel „Dorfromantik“ wollte ich, liebe Bürgerinnen und Bürger, aufzeigen, was mich leitet und meiner Arbeitsweise ausmacht:

  • Ich bin ein Teamspieler und Netzwerker
  • strategisches und langfristiges Denken und Handeln ist mir wichtig
  • transparente und frühzeitige Kommunikation sind der Grundstein für das Gelingen, wer informiert ist, kann sich beteiligen und ist mitgenommen.

Darüber hinaus war mir als Ortsvorsteher, ist mir aktuell als Amtsleiter und wäre mir als Bürgermeister ein offenes Ohr für die Themen und auch Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger wichtig. Egal ob bei einer regelmäßigen Bürgersprechstunde im Rathaus oder beim Einkaufen donnerstags auf dem Winzinger Wochenmarkt oder auch bei jeder anderen Gelegenheiten.

Für mich steht bei „Bürgermeister“ nicht der „Meister“ im Vordergrund, der allein entscheidet, lenkt und alles weiß, sondern für mich steht der Bürger im Vordergrund. Der Bürgermeister wird nicht nur von den Bürgerinnen und Bürger auf 8 Jahre gewählt, sondern erhält damit verbunden auch den Auftrag sich um das Wohlergehen der Kommune und der Bürgerschaft zu kümmern.

Die Herausforderungen in Donzdorf sind groß und viele. So gilt es gesetzte Prioritäten im Bereich Schule und Bildung, wie die Sanierung der Steingartengrundschule und des Rechberg-Gymnasiums, im Bereich Sportstätten z.B. beim Hallenbad sowie bei der Feuerwehr, ergänzt um den Schutz vor Naturereignissen abzuarbeiten und neue Projekte anzupacken, welche sich aus dem Prozess zum Stadtentwicklungskonzeptes „Donzdorf 2040“ ergeben

Mit ist bewusst, dass diese und weitere Aufgaben entsprechende Mittel im städtischen Haushalt benötigen. Deshalb ist eine solide und nachhaltige Haushaltführung in diesen herausfordernden Zeiten umso wichtiger. Sowohl die Ausgaben als auch die Einnahmen sind in den Blick zu nehmen und Prioritäten zu setzen. Ich möchte deshalb auch die Wirtschaftsförderung zur Chef-Sache machen, wobei Gewerbe weitaus mehr ist, wie nur die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Gewerbe am Ort ist auch: Arbeits- und Ausbildungsplätze, kurze Wege die möglichst mit dem Rad und zu Fuß zurückgelegt werden können, Kaufkraftbindung und Zeit für das Ehrenamt.

In den letzten Wochen wurde ich häufig gefragt: „Warum Donzdorf?“ und vielleicht fragt sich das mancher angesichts der anstehenden Aufgaben, Herausforderungen und der angespannten finanziellen Lage auch heute Abend.

Diese Frage könnte ich mit Verweis auf die reizvolle Landschaft und das Schloss mit Garten oder das umfangreiche Angebot von öffentlichen Einrichtungen mit Schulen, Hallen- und Freibad, Bücherei und Musikschule oder das rege Vereinsleben mit Angeboten von A wir Astronomie, also die Sternwarte bis Z wie Zünfte und damit ein Teil der Fasnetoder das breite Angebot an Veranstaltungen vom Kino hier im Winzinger Bürgerhaus über Konzerte und Ausstellungen der Kunst- und Kulturstiftung der Stadt Donzdorf oder einem nächsten Karriereschritt beantworten. Diese Antworten wären alle nicht falsch und es würden sich sicherlich weitere Gründe für eine Bewerbung in Donzdorf finden, diese wären aber auch austauschbar mit vielen anderen Kommunen. Mir persönlich geht es nicht darum irgendwo Bürgermeister zu werden, sondern mir geht es darum hier in Donzdorf Bürgermeister zu werden.

Warum? Ein ganz besonderer Grund für meine Bewerbung sitzt hier vorne in einer der ersten Reihen. Meine Partnerin Marietta Weil ist in Donzdorf aufgewachsen und wohnt mit ihrem Sohn Felix und ihrem Vater Josef Kübler hier. Gemeinsam mit Marietta möchte ich Ihr Donzdorf auch zu unserem Donzdorf machen und einen gemeinsamen familiären Mittelpunkt in einer landschaftlich reizvoll gelegenen Stadt, mit guter Infrastruktur, regem Vereinsangebot und vielfältigen Veranstaltungen schaffen! Bürgermeister in Donzdorf ist für mich also nicht irgendeine Stelle, sondern eine persönliche Motivation und ein Antrieb gemeinsam mit allen, die mitmachen wollen, an der Zukunft unserer Stadt zu arbeiten.

  1. Ich bringe das passende Studium und 16 Jahre einschlägige Berufsverfahrung in den auch für Donzdorf wichtigen Aufgabenfeldern mit, egal ob als Ortsvorsteher oder Amtsleiter
  2. Ich bin in der Kommunalpolitik zu Hause, als ehemaliger Vorsitzender dreier Ortschafträte, auf der Verwaltungsbank im Gemeinderat oder als seit 2014 amtierendes Mitglied des Esslinger Kreistags
  3. Ich bringe nicht nur den Blick von außen, sondern auch neue Ideen, andere Herangehensweisen und die entsprechende Vernetzung in der Region, Land und Bund mit
  4. Und ich habe seit über 6 Jahren einen persönlichen Bezug zu Donzdorf und verfolge auch hier die kommunalpolitischen Themen und habe seit Anfang Februar 2026 nicht nur viele Themen sondern auch viele, viele Bürgerinnen und Bürger persönlich kennenlernen durfte

Aus diesem Grund bitte ich Sie, liebe Wählerinnen und Wähler und heute Abend im besonderen Sie, liebe Winzinger Bürgerinnen und Bürger um Ihr Vertrauen und ihre Stimme bei der Bürgermeisterwahl am 26. April 2026.

Vielen Dank.