Bernd Schwartz – Ihr Bürgermeisterkandidat für Donzdorf

Kandidatenvorstellung in Reichenbach

Veröffentlicht am 14. April 2026 |

Hier ist Sie meine Rede bei der Kandidatenvorstellung am 14. April 2026 in Donzdorf-Reichenbach u.R., Markus-Rehm-Halle anlässlich der Bürgermeisterwahl in Donzdorf am 26. April 2026:

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Seimetz, liebe Reichenbacher Bürgerinnen und Bürger, liebe Bewohner der Höfe hier im Reichenbach Tal, liebe Gäste aus Donzdorf, Winzingen und den Weilern,

stellvertretend für alle hier in Reichenbach ehrenamtlichen Aktiven grüße ich Ihren Ortsvorsteher Dietmar Rieger.

Ich freue mich, dass ich heute Abend die Gelegenheit habe mich Ihnen vorzustellen. Manche von Ihnen kennen mich bereits oder wissen, dass ich der Partner von Marietta Weil, der Tochter von Josef Kübler aus der Reutestraße bzw. vom Zirschberg bin.

Diejenigen die dies noch nicht wussten, konnten mich beim Verteilen meines Vorstellungsflyers und im direkten Gespräch an der Haustüre kennenlernen und ich durfte dabei von Ihnen viel über Reichenbach und die für Sie wichtigen Themen erfahren.

  • Wir haben gemeinsam Familien-Kiche gefeiert,
  • saßen beim Stammtisch des Dorfvereins Reichenbach zusammen,
  • Sie waren mit mir auf dem Rundgang durch Ihren Ortsteil,
  • wir haben Patrizius-Brezeln gegessen,
  • sind samstags vor der Landbäckerei Geiger ins Gespräch gekommen,
  • haben letzten Samstag den Bücherschrank eröffnet
  • sind schon in den letzten Jahren gemeinsam mit Benjamin Widman gewandert und
  • ich war auf den Höfen im Reichenbach Tal bei Hühnern, Kühen und Pferden und auf Streuobstwiesen unterwegs.

Bei den Sitzungen des Ortschaftsrates Reichenbach habe ich einen Einblick in die Themen des Ortsteils erhalten. Mit Ihrem Ortsvorsteher und Ortschaftsrat stehe ich schon lange vor und unabhängig von meiner Bewerbung als Bürgermeister im Kontakt. Bereits vor der letzten Kommunalwahl 2024 waren die Mitglieder des Reichenbacher Ortschaftsrat zu Besuch in Nürtingen und wir haben Erfahrungen über Vorgehensweisen und die Umsetzungen von Projekten ausgetauscht. An dieser Stelle möchte ich, und dass sei mir als ehemaliger Ortsvorsteher gestattet, sagen, dass ich vor dem großen Engagement und dem Gestaltungswillen von Ortsvorsteher und Ortschaftsrat großen Respekt habe und dies Anerkennung verdient. Liebe Reichenbach Bürgerinnen und Bürger: Sie sind durch Ihren Ortsvorsteher und den Ortschaftsrat bestens vertreten!

Sollten, insbesondere die zahlreichen Sängerinnen und Sänger dies Liederkranzes Reichenbach die Hoffnung oder gar Erwartung haben, dass ich meine weitere Rede, wie Ortsvorsteher Dietmar Rieger beim Jubiläum des Vereins vor kurzem, vorsinge, dann muss ich Sie leider enttäuschen.

Daher nun zu mir: Wer bin ich und was tue ich bisher:

Mein Name ist Bernd Schwartz, ich bin 40 Jahre alt, habe ein 7-jährige Tochter und wohne und arbeite in Nürtingen. Ich bin in Nürtingen geboren und im Nachbarort Wolfschlugen aufgewachsen. Nach meinem Abitur in Nürtingen habe ich an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg studiert und als Diplom-Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen.

Erste berufliche Erfahrungen habe ich im Landratsamt Esslingen als Tourismusförderer gesammelt.

2011 habe ich die Chance ergriffen und mich bei der Stadt Nürtingen als hauptamtlicher Ortsvorsteher der Ortsteile Hardt und Neckarhausen beworben, vier Jahre später habe ich noch zusätzlich den Ortsteil Reudern übernommen. Somit war ich nicht nur für rund 7.600 Bürgerinnen und Bürger unmittelbarer Ansprechpartner, sondern auch Bindeglied zwischen Ortschaftsverwaltung und Ortschaftsrat, zwischen Oberbürgermeister, Stadtverwaltung und Gemeinderat, zwischen Kirchengemeinden, Vereinen, Schulen und Kindergärten sowie dem ortsansässigen Gewerbe.

Diese knapp 10 Jahre haben mich geprägt. Nahezu alle kommunale Themen und Fragestellungen sind mir in dieser Zeit begegnet. Ich habe das Ehrenamt in Vereinen, Organisationen und anderen Institutionen wertschätzen gelernt und ich habe ein offenes Ohr für die Belange der Bürgerschaft entwickelt. Aus dieser Zeit, liebe Reichenbacher Bürgerinnen und Bürger, habe ich zu vielen grundsätzliche Themen, die Sie heute bewegen, bereits eigene Erfahrungswerte, die ich als Bürgermeister gerne einbringen möchte.

Und heute bzw. seit August 2020 leite ich das Amt für Liegenschaften, Wirtschaftsförderung und Bürgerbeteiligung, ein Amt welches direkt dem Oberbürgermeister der Stadt Nürtingen zugeordnet ist. Zum 01. Januar 2025 habe ich zusätzlich noch die Geschäftsführung des Eigenbetriebs „Stadtentwicklung Nürtingen“ übernommen. Mein rund 20-köpfiges Team besteht aus Forstwirten, Immobilienkaufleuten, Betriebs- und Volkswirten, Architekten und Handwerken sowie klassischen Verwaltungsberufen.

Gemeinsam kümmern wir uns um strategische Grundstückspolitik, um die Entwicklung von Wohn- und Gewerbebauland, um die Bewirtschaftung von 1.300 Hektar Wald sowie um die Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen. Wir kümmern uns ganzheitlich um die lokale Wirtschaft und dazu zählt auch die Landwirtschaft, nicht nur Handel, Handwerk und Gewerbe. Wir denken Bürgerbeteiligung bei der Stadtentwicklung frühzeitig mit, wir verwalten rund 150 städtische Wohnungen und bringen den bezahlbaren, geförderten Wohnungsbau mit eigenen Bauvorhaben voran.

Doch noch entscheidender, wie die Frage nach dem was ich bisher tue, ist für Sie vielleicht die Frage wie ich arbeite. Diese Frage möchte ich gerne mit einem Vergleich beantworten.

Vielleicht kennen Sie das Gesellschaftsspiel „Dorfromantik“ – übrigens „Spiel des Jahres 2023“. Das besondere an diesem Spiel ist, dass man nicht gegen seine Mitspieler spielt, sondern gemeinsam mit allen an unterschiedlichen Aufträgen arbeitet und so gemeinsam an der Entwicklung des Dorfes und damit des Gemeinwesens voranbringt.

Seit dem Start meiner Bewerbungen Anfang Februar habe ich versucht, Sie liebe Bürgerinnen und Bürger, als mögliche Mitspieler kennenzulernen. Seien es Gemeinde- und Ortschaftsräte, die Vertreter von Kirchen, Schulen, Feuerwehr und Vereinen. Seien es Landwirte, Handwerker, Einzelhändler in der Stadtmitte oder Unternehmer im Gewerbegebiet. Sie alle sind Mitspieler und können gemeinsamen zum Erfolg des Dorfes – unserer Stadt Donzdorf – beitragen. Und dabei ist es nachranging, in welcher Rolle Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, aktiv sind, ob im Jugendbeirat, im Stadtseniorenrat oder auch punktuell bei Aktionen wieder der Stadtputzete.

Gemeinsam haben die Mitspieler Aufträge abzuarbeiten, z.B. aus dem Bereich Stadtentwicklung (rote Häuser), Infrastruktur (Schiene) und Natur (Wald). Dabei bespricht man gemeinsam die beste Strategie und macht sich Gedanken, in welche Richtung die Entwicklung, auch mittel- und langfristig gehen soll.

Hier bei Ihnen in Reichenbach heißen diesen Arbeitsaufträge

  • Schutz vor Hochwasser und Starkregenereignissen,
  • Um- und Neugestaltung des Friedhofes,
  • Attraktive Gestaltung der Spielplätze, auch für die Jüngsten
  • Aufwertung der Ortsmitte und Sanierung von Straßen.
  • Ausbau des Glasfasernetzes für Schnelles Internet

Die Liste möglichen Aufträge und übertragen auf Donzdorf möglicher Aufgaben und Projekte ist deutlich umfangreicher. Dazu habe ich in meinem bzw. in unserem Wahlprogramm, welches Sie alle in den Briefkästen hatten und heute Abend auch ausliegen, konkrete Ausführungen gemacht und Schwerpunkte gesetzt.

Mir ist bewusst, dass Kommunalpolitik und das Amt des Bürgermeisters  kein Spiel ist. Im Gegenteil: Ich habe großen Respekt vor dem Amt und den Herausforderungen. An dem Beispiel mit dem Spiel „Dorfromantik“ wollte ich, liebe Bürgerinnen und Bürger, aufzeigen, was mich leitet und meiner Arbeitsweise ausmacht:

  • Ich bin ein Teamspieler und Netzwerker
  • strategisches und langfristiges Denken und Handeln ist mir wichtig
  • transparente und frühzeitige Kommunikation sind der Grundstein für das Gelingen, wer informiert ist, kann sich beteiligen und ist mitgenommen.

Darüber hinaus war mir als Ortsvorsteher, ist mir aktuell als Amtsleiter und wäre mir als Bürgermeister ein offenes Ohr für die Themen und auchSorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger wichtig. Egal ob bei einer regelmäßigen Bürgersprechstunde im Rathaus oder beim Abendessen im Bürgerstüble bzw. beim „Beggaseff“ oder auch bei jeder anderen Gelegenheiten.

Für mich steht bei „Bürgermeister“ nicht der „Meister“ im Vordergrund, der allein entscheidet, lenkt und alles weiß, sondern für mich steht der Bürger im Vordergrund. Der Bürgermeister wird nicht nur von den Bürgerinnen und Bürger auf 8 Jahre gewählt, sondern erhält damit verbunden auch den Auftrag sich um das Wohlergehen der Kommune und der Bürgerschaft zu kümmern.

Die Herausforderungen in Donzdorf sind groß und viele. So gilt es gesetzte Prioritäten im Bereich Schule und Bildung, wie die Sanierung der Steingartengrundschule und des Rechberg-Gymnasiums, im Bereich Sportstätten z.B. beim Hallenbad sowie bei der Feuerwehr, ergänzt um den Schutz vor Naturereignissen abzuarbeiten und neue Projekte anzupacken, welche sich aus dem Prozess zum Stadtentwicklungskonzeptes „Donzdorf 2040“ ergeben

Mir ist bewusst, dass diese und weitere Aufgaben entsprechende Mittel im städtischen Haushalt benötigen. Deshalb ist eine solide und nachhaltige Haushaltführung in diesen herausfordernden Zeiten umso wichtiger. Sowohl die Ausgaben als auch die Einnahmen sind in den Blick zu nehmen und Prioritäten zu setzen. Ich möchte deshalb auch die Wirtschaftsförderung zur Chef-Sache machen, wobei Gewerbe weitaus mehr ist, wie nur die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Gewerbe am Ort ist auch: Arbeits- und Ausbildungsplätze, kurze Wege mit dem Rad oder zu Fuß, Kaufkraftbindung und Zeit für das Ehrenamt!

In den letzten Wochen wurde ich häufig gefragt: „Warum Donzdorf?“ und vielleicht fragt sich das mancher angesichts der anstehenden Aufgaben Herausforderungen und der angespannten finanziellen Lage auch heute Abend.

Diese Frage könnte ich mit Verweis auf die reizvolle Landschaft und das Schloss mit Garten oder das umfangreiche Angebot von öffentlichen Einrichtungen mit Schulen, Hallen- und Freibad, Bücherei und Musikschule oder das rege Vereinsleben mit Angeboten von A wir Astronomie, also die Sternwarte bis Z wie Zünfte und damit ein Teil der Fasnetoder das breite Angebot an Veranstaltungen z.B. vom Dorfverein Reichenbach u.R. über Konzerte und Ausstellungen der Kunst- und Kulturstiftung der Stadt Donzdorf oder einem nächsten Karriereschritt beantworten. Diese Antworten wären alle nicht falsch und es würden sich sicherlich weitere Gründe für eine Bewerbung in Donzdorf finden, diese wären aber auch austauschbar mit vielen anderen Kommunen. Mir persönlich geht es nicht darum irgendwo Bürgermeister zu werden, sondern mir geht es darum hier in Donzdorf Bürgermeister zu werden.

Warum? Ein ganz besonderer Grund für meine Bewerbung sitzt hier vorne in einer der ersten Reihen und viele von Ihnen kennen Sie schon länger als ich. Meine Partnerin Marietta Weil ist ein Reichenbacher Kind und wohnt mit ihrem Sohn Felix und ihrem Vater Josef Kübler hier. Gemeinsam mit Marietta möchte ich Ihr Donzdorf auch zu unserem Donzdorf machen und einen gemeinsamen familiären Mittelpunkt in einer landschaftlich reizvoll gelegenen Stadt, mit guter Infrastruktur, regem Vereinsangebot und vielfältigen Veranstaltungen schaffen! Bürgermeister in Donzdorf ist für mich also nicht irgendeine Stelle, sondern eine persönliche Motivation und ein Antrieb gemeinsam mit allen, die mitmachen wollen, an der Zukunft unserer Stadt zu arbeiten.

  1. Ich bringe das passende Studium und 16 Jahre einschlägige Berufsverfahrung in den auch für Donzdorf wichtigen Aufgabenfeldern mit, egal ob als Ortsvorsteher oder Amtsleiter
  2. Ich bin in der Kommunalpolitik zu Hause, als ehemaliger Vorsitzender dreier Ortschafträte, auf der Verwaltungsbank im Nürtinger Gemeinderat oder als seit 2014 amtierendes Mitglied des Esslinger Kreistags
  3. Ich bringe nicht nur den Blick von außen, sondern auch neue Ideen, andere Herangehensweisen und die entsprechende Vernetzung auf regionaler, Landes- und Bundesebene mit
  4. Und ich habe seit über 6 Jahren einen persönlichen Bezug zu Donzdorf und verfolge auch hier die kommunalpolitischen Themen und habe seit Anfang Februar 2026 nicht nur viele Themen, sondern auch viele, viele Bürgerinnen und Bürger persönlich kennenlernen durfte

Aus diesem Grund bitte ich Sie, liebe Wählerinnen und Wähler und heute Abend im besonderen Sie, liebe Reichenbacher Bürgerinnen und Bürger um Ihr Vertrauen und ihre Stimme bei der Bürgermeisterwahl am 26. April 2026.

Vielen Dank.